Die schwarz-grüne Landesregierung hat das neue Städtebauförderprogramm veröffentlicht. Insgesamt gibt das Land damit 356 Millionen Euro für 139 Stadtumbauprojekte in 117 Kommunen frei. Die grüne Landtagsabgeordnete aus Gelsenkirchen Ilayda Bostancieri freut sich, dass Gelsenkirchen hiervon wieder stark profitieren wird.
„Unsere Städte und Gemeinden sind unser Zuhause. Und sie verändern sich in großer Geschwindigkeit. Die Ursachen sind vielfältig – zum Beispiel durch Klimaveränderungen, demografischen Wandel und Digitalisierung“, so Bostancieri. „Deshalb unterstützt NRW unsere Kommunen bei der notwendigen Transformation. Die Städtebauförderung ist dabei ein nicht wegzudenkender Baustein. Insgesamt fließen 23,358 Millionen Euro für drei Projekte nach Gelsenkirchen. Es könnte nun sogar direkt losgelegt werden, denn formal ist ein Warten auf den Förderbescheid mittlerweile nicht mehr nötig.”
„Dass Gelsenkirchen eine Förderung für mehrere Projekte und in dieser Höhe erhalten hat, ist nicht zuletzt auf die sehr gute Arbeit der Stabsstelle der Strategischen Stadtplanung zurückzuführen, die sich für die Bewerbungen verantwortlich zeichnet“, lobt Bernd Rudde, Sprecher für Stadtentwicklung und Planung der grünen Ratsfraktion Gelsenkirchen. „Natürlich bestehen bei uns auch große Bedarfe, aber für Förderzusagen müssen die Fördergebiete gut konzipiert werden und Maßnahmen und Zwecke überzeugen. Hier ist Gelsenkirchen vorbildlich unterwegs.“
Konkret werden folgende Projekte gefördert:
1. Rotthausen: 4,467 Millionen Euro
Planungskosten Gemeindecampus „Nachbarschaft der Generationen“ und die Umnutzung des Volkshauses Rotthausen, Umgestaltung Schulhof Mechtenberggrundschule, Machbarkeitsstudie Erneuerung Rotthauser Markt / Ernst-Käsemannplatz inkl. Spielplatz, Immobilienbezogene Modernisierungsberatung, Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes, Stadtteilmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Verfügungsfonds zur aktiven Mitwirkung der Bewohnerschaft und Evaluation
2. Schalke Nord: 1,391 Millionen Euro
„Blaues Band“ Kurt-Schuhmacher-Straße, Machbarkeitsstudien Haus der Vereine, St. Joseph Kirche und Schalker Bahnhof, Planungskosten für die Umgestaltung von Unterführungen an der Kurt-Schumacher-Str. (A42) und Uechtingstr (Berliner Brücke), Erneuerung von Spiel- und Sportflächen sowie für Projekte aus dem Bewegungsraum- und Grünraumkonzept
3. Stadtperspektive Gelsenkirchen: 17,5 Millionen Euro
„Stadtperspektive Gelsenkirchen“ im Sonderfördergebiet Gelsenkirchen; Modellhafte Beseitigung von Wohnungsüberhängen und Sanierung von Problemimmobilien
Hintergrund:
Die Städtebauförderung 2026 wird mit 185 Millionen Euro aus dem Land Nordrhein-Westfalen und mit 171 Millionen Euro durch den Bund finanziert. Die Finanzmittel der Bund-Länder-Programme der Städtebauförderung sind für Fördergebiete bestimmt, die durch Beschluss der Gemeinde räumlich abzugrenzen sind. Die Förderung erfolgt auf Basis der zwischen Bundesregierung und den Landesregierungen abzuschließenden Verwaltungsvereinbarung sowie nach der NRW-Förderrichtlinie. Das Land NRW veröffentlich auf dieser Basis jährlich das aktuelle Städtebauförderprogramm.
Bereits jetzt können die Städte und Gemeinden Anträge für die Städtebauförderung 2027 stellen. Weitere Informationen zur Städtebauförderung des Landes NRW gibt es unter www.mhkbd.nrw/themenportal/staedtebaufoerderung.